Natürlich ist es nicht so, dass Dein Unterbewusstsein Dir nur schadet,
es führt eine unglaubliche Arbeit durch, um Deine Gedanken und Deine
Weltanschauung zu ordnen und ist der Hauptaufbewahrungsort Deiner gewohnten
Weltanschauung (GWO, erinnerst Du Dich?).
Alle Erinnerungen und Reaktionen – all das liegt säuberlich geordnet in Deinem inneren Lager.
Das
Unterbewusstsein weiß, dass man sich verbrennt, wenn man etwas Heißes anfasst
und dass man losschwimmen und nicht lostrinken sollte, wenn man ins Wasser
fällt.
Somit ist Dein Unterbewusstsein gleichzeitig Dein bester Freund
und Dein größter Störenfried. Denn wenn das Unterbewusstsein genug Negatives über Dich gesammelt hat, fängt es an, Dich bei all Deinen Vorhaben zu bremsen. Du
willst lernen, aber es holt aus dem Lager Deine Worte und gleicht diese mit
Deinem Vorhaben ab: „Blödmann, leerer Kopf, denkt nicht und hat zu alledem auch
noch ne hässliche Fratze“ – wie soll so jemand überhaupt irgendwas lernen???
Und so kommt es, dass während Du es versucht, Dir etwas Neues anzueignen,
jemand Deine Selbsteinschätzung hervorholt und sich weigert das Gelernte zu
verstehen!
Oder wenn Du für ein Foto posierst, kommt Dein Gedanke über die
hässliche Fratze auf die Oberfläche – und schon schließt Du halb die Augen und öffnest
den Mund – und entsprichst voll und ganz Deinem unterbewussten Selbstbild.
So ein
Hinterhalt!
Und hast Du schon mal gemerkt, wie Dich Dein Unterbewusstsein dazu
treibt krank zu werden? Was für ein Meisterspiel! Wenn man als Kind krank
geworden ist, waren das doch wohl die schönsten Tage überhaupt – keine Hausarbeiten,
keiner nervt rum, man soll seine Hausaufgaben machen, all die Wünsche werden
sofort erfüllt, man ist im Zentrum der Beachtung, man kriegt Geschenke und
Gutenachtgeschichten in rauen Mengen. Ein Fest, das Hand in Hand mit der
Krankheit geht.
Und schon registriert unser Unterbewusstsein diesen tollen Zustand
– „krank zu sein ist schön“.
Na, erkennst Du Dich wieder?
©Lyssymussu
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